Kirche für Hanau. Kirche für Dich.

E-FUN-gelisation

Wenn euch jemand nach eurer Hoffnung fragt, dann seid immer bereit, darüber Auskunft zu geben, aber freundlich und mit Achtung für die anderen. Bewahrt euch ein reines Gewissen und lasst euren Lebensstil von Christus prägen. Dann werden auch die beschämt werden und schweigen, die euch öffentlich beschimpfen.

1. Petrus 3,15-16

Als Jesus seine ersten Jünger aussandte das Evangelium zu verkündigen, kamen sie total begeistert zurück, weil sie erlebt hatten, wie Gott sie gebraucht. Warum haben wir diese Begeisterung verloren? Manche Christen erzählen, dass sie Angst haben und keine Lust, dies zu tun. Andere sehen es nicht als ihren Auftrag und ihre Berufung und hoffen im Stillen, dass andere Christen das dann tun werden. Eine deutsche Zeitung schrieb: „Wenn die Worte ‘Jesus lebt‘ geglaubt würden, dann müssten den Christen Flügel wachsen, die Gemeinden müssten vor Kraft strotzen, ihre begeisterten Mitglieder müssten durch die Straßen rennen und jedem ins Ohr brüllen: Gott lebt! Wirklich, er lebt!“
Wir haben vermutlich den Fehler gemacht, diesen Dienst an den Mann und die Frau auf der Bühne zu delegieren. Sie sollen das Evangelium verkünden und Menschen zu Jesus führen. Oder an Menschen, die gerne Straßeneinsätze machen und damit automatisch die „Evangelisten“ der Gemeinde sind. Und damit sind wir selber sprachlos und sprachunfähig geworden und wissen nun nicht mehr, wie wir mit Menschen in dieser Welt über den Glauben an Jesus reden sollen. Wie wäre es, wenn wir diesen Lebensstil wiederentdecken oder erstmals entdecken könnten, Menschen ganz normal im Alltag begeistert von Jesus zu erzählen. Arno Backhaus schreibt in seinem Buch EFUNGELISATION, wie er an der Supermarktkasse wartete und überlegte, mit dem Kassierer ins Gespräch zu kommen. Und dann hatte er die Idee: „Sie sind immer so freundlich, ich würde sie zum Mitarbeiter des Monats wählen.“ Er schreibt: „Zunächst lachte der nur, aber kurze Zeit danach hatten wir ein längeres Gespräch über den Glauben.“
Sind wir bereit für das Abenteuer, Menschen zu Jesus zu führen? Menschen, die dieses Wunder dann miterleben durften, beschreiben solche Situationen als das höchste Glück im Leben und strahlen vor Freude.