Februar / März 2026

Rückkehr zur Freude 

„Freut euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch.“ Phil. 4,4 

Das mit der Freude ist so eine Sache. Häufig ist sie ein Gast, der uns seinen Besuch zu selten abstattet. Oft wird sie sogar von anderen Gästen unserer Seelen, wie Sorgen, Zorn, Schuld oder einfach nur Unzufriedenheit vertrieben. Dabei hat Freude, wenn sie denn vorhanden ist, eine viel größere Wirkung, als mancher ahnt. Freude fühlt sich nicht nur nett an. Theologen, die sich mit den Gefühlen im AT auseinandersetzten, fanden heraus, dass Gefühle auch das Bindeglied sind, dass darüber entscheidet, wie wir mit Menschen kommunizieren. Einfach ausgedrückt: Wenn wir uns freuen, dann prägt das die Art und Weise, wie wir mit unseren Mitmenschen in Beziehung treten. Aber da ist noch etwas anderes. In einem Buch über Umweltschutz las ich folgenden Satz: „Wenn die Freude an der Natur stirbt, stirbt die Natur selber.“ Der Hintergrund ist der, dass wir Menschen auf Dinge, über die wir uns freuen, achten. Weil sich Menschen zu wenig über die Schöpfung freuen, deshalb benutzen sie sie für ihren Spaß. Aber sie gehen lieblos mit ihr um und achten auch nicht auf sie. Am Ende zerstören sie das, was sie angeblich lieben. Ihnen fehlt die Freude an der Natur an sich. An diesem Beispiel mit der Natur will ich zeigen, dass Freude an sich wichtig ist, um das Leben zu erhalten. Jedenfalls spielt die Freude an Christus, an seinem Evangelium bei Paulus eine wichtige Rolle. Er will die Christen zu einem Lebensstil der Freude anleiten. Davon ist auch das Lukasevangelium geprägt. Lukas war enger Mitarbeiter des Paulus. Sein Evangelium ist für Menschen eine Einladung zur Freude. Lange Rede, kurzer Sinn: Was halten Sie davon, wenn Sie mal den Spieß umdrehen? Wenn Sie der Freude gestatten, die Gäste Sorgen, Zorn, Schuld oder Unzufriedenheit rauszuschmeißen? Wie soll das funktionieren? Indem Sie sich alles vor Augen malen, was Jesus ihnen geschenkt hat. Vergebung der Schuld, Versorgung und vor allem die unzerstörbare Hoffnung auf seine neue Welt.  

Pastor
Michael Fischer