Kirche für Hanau. Kirche für Dich.

Gebet

Wenn wir mit Gott reden, IHN anbeten, dann drücken wir damit aus, dass wir Gott lieben – sein Wesen, seine Worte und seine Taten. ER ist das Ziel und das Zentrum unserer Anbetung.
Und das wird praktisch, wenn wir beten, singen und vertrauen, zuhören und antworten, anderen Menschen das Evangelium weitersagen, unser Leben zum Wohl anderer Menschen einsetzen und das tun, was Gott gefällt.

Menschen, die (noch) nicht an Gott glauben, können uns im Gottesdienst beobachten, wie wir Christen so etwas tun. Sie können die Freude beobachten, die wir bei der Anbetung fühlen. Sie können sehen, wie wir das Wort Gottes wertschätzen und wie wir darauf antworten. Sie können hören, wie die Bibel auf Probleme und Fragen im Alltag antwortet. Sie können wahrnehmen, wie Zeiten der Anbetung uns ermutigen, stärken und verändern. Sie können das spüren, wenn Gott in einer übernatürlichen Weise handelt, auch wenn sie es nicht erklären können. Die Bibel berichtet sehr eindrücklich, dass es immer wieder Zeiten gab, wo die Gegenwart Gottes so stark war, dass viele Menschen von ihren verkehrten Wegen umkehrten und Gott folgten.

Die wenigsten Menschen folgen Christus aus rein intellektuellen Einsichten. Gerade die Gegenwart Gottes schmilzt die Herzen der Menschen und lässt geistige Blockaden einstürzen und explodieren. Ein Gottesdienst, in dem die Gegenwart Gottes nicht spürbar wird, wird missionarisch gesehen eher ein Fehlschlag sein. Manche Menschen möchten die Zeit des Lobpreises im Gottesdienst kürzen und dafür längere Predigten hören. Ich habe entdeckt, dass die Verkündigung des Evangeliums zuerst darauf zielt, Menschen zu Gottes Anbetern zu machen. Die Bibel sagt: “…der Vater im Himmel sucht Menschen, die IHN anbeten!” Anbeter wiederum sind stark motiviert, die Botschaft des Evangeliums mit anderen Menschen zu teilen.
Gibt es eine stärkere Motivation, sich in die Welt senden zu lassen?

Predigt und Gebet stehen im Gottesdienst nicht in Konkurrenz zueinander, sondern sind im Letzten eine Quelle der Freude für unseren lebendigen Gott im Himmel.

Pastor Jonathan Lehmann