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Jahreslosung – Alles wird gut!

Für die Menschen des ersten Jahrhunderts war das Lebensgefühl im Mittelmeerraum ähnlich wie bei uns heute. Religiöse Vielfalt, moralische Verirrungen, Globalisierung im kleinen Stil, Kriege und Streit um wirtschaftliche Interessen. Und in diesem allgemeinen Unsicherheitsgefühl ging es der Gemeinde Jesu an den Kragen. Kaiser Domitian war genervt von diesen Christen, die ihm nicht die Ehre gaben, obwohl er sie einforderte. Und so erfahren wir mitten im Elend des Lebens, dass Gott einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen wird. Gott wird jede Träne abwischen und alle Schmerzen beenden. Kein Leid und kein Geschrei werden mehr sein. Gott wird mitten unter seinem Volk wohnen. Und dann kommt die Verheißung: „Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.“ (Offb.21,6).

Fachleute sagen, dass die künftigen Konflikte in der Welt der Kampf um die Ressourcen von Wasser sein werden. Wer keine Möglichkeit hat, rechtzeitig an gutes Wasser zu kommen, der muss mit dem Vorlieb nehmen, was noch übrigbleibt. Wir kennen das: Wasser, das zu hart ist, verunreinigt, ungenießbar. Ohne Wasser ist kein Leben möglich. Deswegen sollen wir darauf achten, sorgsam damit umzugehen und es jedem zugänglich machen.

Wer einmal richtig Durst hatte, der weiß, wie qualvoll und schmerzlich das sein kann. Wer einmal richtig Not und Leid erlebt hat, der weiß, wie befreiend es ist, bei dem lebendigen Gott zur Ruhe zu kommen und Frieden zu erleben. In Anlehnung an den Dichter Gotthold Ephraim Lessing möchte ich sagen: „Zu viel kann man wohl trinken, doch nie trinkt man genug.“

Jesus hilft uns schon heute, aus dieser lebendigen Quelle zu trinken. Dieses Wasser, das ein Bild für den lebendigen Gott ist, hilft uns, die jetzige Welt zu gestalten und sie mit seinen Augen zu sehen. Jesus sagte: „Wenn jemand Durst hat, dann soll er zu mir kommen. Ich gebe ihm zu trinken.“ Wir brauchen ein geistlich erfülltes Leben! Die Ewigkeit und auch unsere Gegenwart werden verändert durch die Quelle, die Jesus heißt. Das finde ich hoffnungsvoll!

Euer Pastor Jonathan Lehmann