Juni / Juli 2026

Lasst uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat; und lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken und nicht verlassen unsre Versammlung, wie einige zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das umso mehr, als ihr seht, dass sich der Tag naht. 

Hebräer 10,23-25 

In diesem Abschnitt des Hebräerbriefs lesen wir, dass der christliche Glaube kein Einzelprojekt ist, sondern Gott uns in eine Gemeinschaft mit anderen beruft. Gemeinde ist Gottes Volk, der Leib Christi und der Ort, an dem Glauben gemeinsam gelebt wird. Dort hören wir Gottes Wort, tragen einander, teilen Leben und können im Glauben gestärkt werden. 

Darum ermutigt der Hebräerbrief ausdrücklich: „Versäumt nicht eure Zusammenkünfte.“ Offenbar war schon damals die Versuchung da, sich zurückzuziehen. 

Aber Gottesdienst ist weit mehr als ein fester Termin der Woche. Hier treten wir gemeinsam vor Gott. Hier erinnert uns das Evangelium daran, dass wir durch Jesus gereinigt, angenommen und geliebt sind. Hier begegnen wir nicht nur Menschen, sondern Gott selbst, der durch sein Wort redet. 

Gemeinde braucht jeden Einzelnen. Hebräer 10 sagt: „Lasst uns aufeinander achthaben und uns anspornen zur Liebe und zu guten Werken.“ Gemeinde lebt davon, dass Christen einander sehen, ermutigen und tragen und manchmal auch miteinander in Liebe ringen.  

Dieser Text will keinen Druck machen, sondern Mut: Du musst Glauben nicht allein leben. Gott hat uns bewusst in Gemeinde gestellt. Gerade in einer herausfordernden Zeit steht die Einladung Gottes: Komm, höre, bete und hoffe gemeinsam mit anderen. 

Darum: Verpasse diese Gemeinschaft nicht. Gott stärkt uns oft gerade dort, wo wir gemeinsam vor ihm stehen. 

Pastor
Daniel Wötzel