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Mutig

Für Pastoren und Vorstände gehört es zur Aufgabe, unterschiedliche Menschen für gemeinsame Aufgaben zu organisieren bzw. zu mobilisieren. Ob es die Gründung einer neuen Gemeinde ist, ein neuer Dienst, der Umbau eines Gemeindehauses oder die Vorbereitung eines Gottesdienstes.

Ein Blick in die Bibel führt uns zu Nehemia, einem großartigen Leiter in einer sehr herausfordernden Situation. Zurückgekehrt nach Jerusalem, hatte er die Aufgabe, die Mauer um die verwüstete Stadt wiederaufzubauen.

Nehemia hielt seinen Plan einfach. Aufgaben verteilte er nicht zufällig. Er schuf keine neuen Arbeitsgruppen und gestaltete keine umfangreichen Diagramme.

Er organisierte den Plan um die Gruppen, die schon existierten, wie z.B. die Priester oder die Männer von Jericho oder die Einwohner von Tekoa. Oft ist es gar nicht nötig, neue Gruppen zu gründen, sondern das Bestehende zu festigen. Eine ziemlich einfache Regel lautete: „Arbeite mit denen, die gerne arbeiten wollen!“ Viele Leiter sind oft lange und intensiv damit beschäftigt, die faulen und unmotivierten Kräfte zu motivieren, statt mit jenen zu arbeiten, die gerne und begeistert arbeiten wollen. Nehemia hatte fast jeden an dem Aufbau der Mauer beteiligt: die Geistlichen, die Goldschmiede, die Parfümhersteller, Männer und Frauen, Menschen aus der Stadt und auch vom Land. Jeder bewegte Ziegel und machte Mörtel. Es gab auch solche, die sich weigerten.

Aber Nehemia konzentrierte sich auf diejenigen, die bereit waren, mitzuarbeiten. Er hatte keine schlaflosen Nächte, wurde nicht bitter oder vergeudete Zeit damit, die Drückeberger zu motivieren. Er freute sich an denen, die für den Herrn arbeiten wollten und konzentrierte sich auf sie. Nehemia kannte die Mitarbeiter mit Namen. Er wusste, was jeder Einzelne getan hatte und führte sie akribisch in Listen, so dass wir diese Menschen ein paar tausend Jahre später in diesem Buch der Bibel noch immer falsch aussprechen können. Nehemia wollte ihnen auf diese Weise Anerkennung geben.

Er vertraute auf Gott und organisierte den Dienst so, wie es Gott gefiel. Und das Werk gelang. Echt Mut machend!
Pastor Jonathan Lehmann