Kirche für Hanau. Kirche für Dich.

Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat, damit Gott geehrt wird

Unabhängig von Programmen wachsen Kirchen und Gemeinden mit einer harmonischen Grundstimmung besser als solche, in denen Menschen sich nicht willkommen und geliebt wissen oder solche Liebe auch nicht erleben. Die Gemeinde hat den Auftrag, dass Menschen sich gegenseitig aufbauen. Das ist keine Wahlmöglichkeit unter vielen, auch kein Auftrag für Menschen, die besonders viel Zeit haben oder das besonders gut können. Es ist das entschiedene Ziel für jeden Christen: „Darum lasst uns mit ganzer Kraft alles dafür tun, dass unter uns Frieden herrscht und dass wir uns gegenseitig erbauen.“ (Rö.14,19) Wie Barnabas sind wir dazu berufen, ERMUTIGER zu werden. Das ist deswegen so wichtig, weil es eine Fülle von entmutigten Menschen in dieser Welt und in unserer nächsten Umgebung gibt.
Die Gemeinde achtet auf die Würde jedes einzelnen Menschen. Man kann auch übersetzen: „Stürze niemanden mit deiner falschen Motivation ins Unglück! Bedenke, dass Christus auch für das Leben der anderen gestorben ist!“ (Rö.14,15) Selbst, wenn ich jemanden unausstehlich, kindisch oder lästig empfinde, dann muss ich mir bewusstmachen, dass Christus auch solch einen Menschen liebt, ihn wertvoll findet und irgendwie beim Aufbau seines Reiches gebrauchen will.
Die Gemeinde achtet vor allem auf das, was wichtig ist. „Passt auf, dass das Gute nicht durch unwichtige Nebensächlichkeiten in den Dreck gezogen wird.“ (Rö.14,16) Das ist in der Kirchengeschichte zu allen Zeiten geschehen. Kirchen und Gemeinden haben sich in der Regel nicht wegen bedeutenden Anliegen, sondern wegen der alltäglichen, dummen Kleinigkeiten gespalten. Wichtig ist das, was der Heilige Geist bewirkt: Gerechtigkeit, Frieden, Freude. Wer sich dafür einsetzt, der findet bei Gott Anerkennung.
Die reiferen Gemeindemitglieder grenzen ihre Freiheit ein. Wenn meine Freiheit Gott am Aufbau seines Reiches hindert, dann habe ich nicht nur ein Problem, dann werde ich zu einem Problem. Es geht nicht darum, auf Freiheiten zu verzichten, weil andere Menschen das von mir verlangen oder weil sie irgendwelche dummen Gesetze aufgerichtet haben. Gott gibt uns die Freiheit, auf bestimmte Dinge dann zu verzichten, wenn andere Menschen dadurch besser reifen und wachsen können. Die Rettung von Menschen ist dann wichtiger, als unsere Freiheit.