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Wie schnell ist nichts passiert!

Im schönen Monat Mai feiern die Christen die Rückkehr von Jesus in den Himmel. Neben Tod und Auferstehung ist die Himmelfahrt von Jesus Teil seiner Erhöhung. Bei seiner Rückkehr in den Himmel besteigt Jesus als König den Thron. Die Zeit seiner Erniedrigung ist vorbei. Jesus ist zum König erhöht worden. Deshalb können die Christen fröhlich „Jesus Christus herrscht als König“ singen. Sie wissen: Egal wer gerade auf der Erde das Sagen hat: Im Himmel hat Jesus die Fäden in der Hand. Dieses Wissen hat Christen gerade in den Momenten besonders Kraft gegeben, wenn es auf dieser Erde drunter und drüber ging. Gleichzeitig warten die Christen auf den großen Moment in der Weltgeschichte, an dem Jesus zurückkehren wird. Dann wird sein Königreich für alle sichtbar werden. Er wird Gerechtigkeit und Frieden wiederherstellen. Treue Diener wird er loben und belohnen.
In der Zwischenzeit haben sie einen Auftrag auszufüllen. Als Jesus in den Himmel zurückkehrt, lässt er ein paar Personen zurück. Ihr Auftrag lautet: „Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen…. und meine Zeugen sein in Jerusalem und ganz Judäa und Samarien und bis ans Ende der Welt.“
Als der Heilige Geist kommt, sind die Personen, die Jesus zurückgelassen hatte, die Keimzelle der Kirche. Auftrag der Kirche ist die Mission von Jesus: „Gehet hin in alle Welt und macht zu Jüngern.“ Alle Menschen sollen etwas von Jesus Christus hören und ihm nachfolgen. Deshalb war es ganz selbstverständlich, dass in Gegenden, die von der Erweckungsbewegung erfasst wurden, auch Mission eine große Rolle spielte. Himmelfahrt war früher das Fest mit den großen Missionstagen. Nicht nur die Menschen in der Nachbarschaft sollten an Jesus glauben. Die ganze Welt musste es hören. Missionare wurden in die Welt geschickt. Deutschland war nicht nur das Land der Reformation. Es war auch das Ursprungsland der evangelischen Weltmission. Die Zeiten haben sich geändert. Mittlerweile ist Europa der geistlich am wenigsten erreichte Kontinent geworden. Was wir brauchen, ist Mission vor unserer Haustür. Wir sollten die Zeit nutzen, denn „Wie schnell ist nichts passiert.“

Michael Fischer
(Kinder- und Jugendreferent)